Projekt zur Verbesserung der Chancengleichheit von MigrantInnen
im Gesundheitssystem und zur Stärkung der Gesundheitskompetenz

Zugewanderte Frauen und Männer haben einen erhöhten Orientierungs- und
Beratungs­bedarf hinsichtlich des Gesundheitssystems, dessen Beratungs-,
Vorsorge- und Präventions­angebote etc. Häufig erreichen selbst spezielle Angebote
die Zielgruppe nicht; weil sie nicht ausreichend bekannt sind, Zugangshürden und
psychologische Hemmschwellen zu groß sind oder die Erfahrungen aus den
jeweiligen Heimatländern Verhalten und die Vorstellungen über das hiesige System prägen.

Daher braucht es im Gesundheitsbereich die Qualifikation und den systematischen
Einsatz von migrantischen Multiplikatorinnen, die andere Menschen aus ihren Communities
unterstützen und „lotsen“ können. Frau & Arbeit gGmbH qualifiziert seit 2010 in Salzburg
Lotsinnen für verschiedene Bereiche – nun auch für den Gesundheitsbereich.

Das Projekt Salus - Salzburger Gesundheitslotsinnen richtet sich an weibliche Multiplikatorinnen:
Sie fördern die Orientierung und verbessern die  Chancengleichheit im Gesundheitssystem,
indem sie individuelle Orientierungsarbeit leisten und die Zugangsschwelle zu vorhandenen
Angeboten senken. Und sie stärken die Gesundheitskompetenz, indem sie wichtige Informationen
zu Gesundheits-, Präventions-, und Vorsorgethemen an migrantische Zielgruppen herantragen.

Das Projekt besteht aus 3 Säulen

1 Lehrgang für Gesundheitslotsinnen
Der Lehrgang vermittelt systematisches Wissen über das österreichische bzw. Salzburger
Gesundheitssystem, behandelt wichtige Gesundheits- und Präventionsthemen, stellt Anlaufstellen 
sowie Vorsorge- und Beratungsangebote in Gesundheitsfragen vor und vermittelt Kontakte
zu Einrichtungen, um Zugangshürden zu senken.

2 Ergänzendes Qualifizierungsangebot im Bereich Kommunikation und Präsentation:
dient zur Qualifizierung für die Lotsinnen-Tätigkeit, insbesondere auch für die Konzeption
und Umsetzung eigener Angebote.

3 Gesundheitsinformations- und Förderungsangebot der Lotsinnen für migrantische
Männer und Frauen – bei Bedarf muttersprachlich oder zweisprachig. Dieses Angebot umfasst

  • Vorträge und Informationsveranstaltungen, Gesprächsrunden und Gruppendiskussionen
    über spezifische Gesundheitsthemen
  • Niederschwellige Gruppenangebote zum gleichzeitigen Erwerb von Sprach- und
    Gesundheitskompetenz (Health-Literacy im wörtlichen Sinne), mit denen insbesondere
    sprachferne und/oder bildungsbenachteiligte MigrantInnen angesprochen werden

Alle Gesundheitsinformations- und Förderungsangebote werden von den Lotsinnen
mit Unterstützung des Projektteams konzipiert, organisiert und gestaltet.
Für ihre Tätigkeit bei der Planung und Umsetzung dieser Maßnahmen erhalten Lotsinnen eine Aufwandsentschädigung.

Eine Besonderheit des Lehrgangs in Salzburg ist die partizipative Planung und
Konzeption
des Lehrgangs und der Angebote unter Einbeziehung eines Gremiums von Salzburger ExpertInnen aus dem  Gesundheitssystem und von Migrantinnen und VertreterInnen von
migrantischen Communities.

Info & Kontakt

Dipl. Psych. Ursula Liebing, Projektleitung
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T +43 (0)664 24 78 071

Drin Sumeeta Hasenbichler
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T +43(0)662 880723-17

Das Projekt wird gefördert von