Köchin

Özlem M. hat in der Türkei Wirtschaftswissenschaften studiert, doch ihr Abschluss wurde in Österreich nicht anerkannt. Die junge Frau machte ihre Leidenschaft zum Beruf.

Name Özlem M.                 
Alter bei Ausbildungsabschluss 45 Jahre
Wohnt in Salzburg
FiT Ausbildung LAP Köchin über AQUA/Laturo
Ausbildungsstätte/Firma Wyndham Grand Hotel Salzburg
Aktuelle Position/Tätigkeit Köchin

Warum hast du dich für diese Ausbildung entschieden?

Ich habe in der Türkei Wirtschaftswissenschaften studiert, konnte mit meinem Studium aber in Österreich keine Arbeit finden. Da Kochen und Backen eine Leidenschaft von mir ist, wollte ich zuerst eine Ausbildung als Konditorin machen, über das FiT Programm entschloss ich mich dann, Köchin zu lernen.

Was machst du in der Arbeit genau?

Ich arbeite am Nachmittag von 14.30 bis 23 Uhr. Die Nachtarbeit stört mich nicht. Ich kann am Abend im Betrieb à la carte kochen, mittags ist dies gar nicht möglich. Das macht mir richtig Spaß.

Was waren die Reaktionen deines Umfeldes auf diesen Ausbildungsweg?

Ich bekam sehr positiven Zuspruch von meiner Familie und meinen Freund/innen. Ich hatte große Bedenken, eine Ausbildung zu machen wegen meiner nicht so guten Deutschkenntnisse. Sie sagten mir aber immer wieder: „Du kannst das schaffen!“ und genauso ist es geschehen.

Manche Freund/innen und Bekannten machten mich auf die Arbeitszeiten aufmerksam, sie seien im Gastgewerbe nicht sehr familienfreundlich. Aber für mich passt es gut.

Was hat dir diese Ausbildung gebracht?

Ich bin sehr stolz auf mich, dass ich die Lehrabschlussprüfung geschafft habe und dass ich diesen Beruf jetzt ausüben kann.  Außerdem bin ich sehr neugierig und lerne gerne Neues dazu, dies ist gerade in diesem Berufsfeld immer möglich. Das Schöne an diesem Beruf ist auch, dass man als Köchin überall auf der Welt arbeiten kann, denn essen müssen die Leute immer.

Was war für dich die größte Herausforderung?

Die deutsche Sprache.

Wer bzw. was hat dir geholfen, dein Ziel zu erreichen?

Ich habe versucht, mein Ziel aus eigener Kraft zu schaffen. Während der Berufsschule hatte ich kein Privatleben mehr, ich bin zur Schule gegangen und abends oder an den Wochenenden habe ich gelernt. Von einer Freundin bekam ich manchmal Lernunterstützung im Bereich Rechnungswesen.

Was war dein größtes Erfolgserlebnis?

In der 3. Klasse hatte ich dann die Lehrabschlussprüfung und musste selbstständig ein dreigängiges Menü zusammenstellen und kochen. Es ist mir sehr gut gelungen und ich war sehr stolz auf mich.

Was möchtest du anderen FiT-Teilnehmerinnen mit auf den Weg geben?

Vor der Lehre habe ich nicht wirklich an mich und meine Fähigkeiten geglaubt. Ich dachte immer, ich sei zu alt einen Beruf zu erlernen und meine Kenntnisse der deutschen Sprache seien zu schlecht. Jetzt weiß ich: wenn man etwas wirklich erreichen will, kann man alles, trotz massiver Bedenken, schaffen.

Was ist dir sonst noch wichtig zu sagen?

Jede Frau kann etwas Neues lernen, dadurch öffnet sich eine neue Türe!

 

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